AM RIED

Plötzlich war es ganz einfach

Mein Schüler:innen arbeiten fleißig – auch in den Ferien. Im Unterrichtsfach Informatik war
es die Regel, dass es statt einer handschriftlichen Klausur als zweite Leistung eine
Klausurersatzleistung gab. Im Team wurden viele Aufgaben erledigt, meist entstanden richtig
gute Ergebnisse. Dieses Mal arbeiteten wir seit Mitte Dezember an einem Projekt für den
Förderverein der Schule am Ried, das in der Wirklichkeit eine Relevanz haben würde.
Darüber sollte auf der Webseite berichtet werden.
Aber: ich steckte seit langem schon in einer Schreibstarre fest. Um rauszukommen hatte ich
im vergangenen Jahr immer wieder an der Blognacht von Anna Koschinski teilgenommen.
Jedes Mal war es ein schöner Abend, jedoch ohne Erfolg. Im Januar lautete der Impuls für
unseren Schreibprozess: Plötzlich war es ganz einfach.
Nur – das war es eben nicht für mich. Im Kopf hatte ich viele Ideen, in meinem Laptop
steckten viele Textfragmente in irgendwelchen Dateien. Es gelang mir nicht, daraus einen
bzw. mehrere lesbare Artikel zu erstellen.
Am Dienstag nach den Ferien war Abgabe. Viele Dateien wurden von den Schüler:innen
hochgeladen, es waren Webseiten, Artikel, Analysen und Berichte entstanden. Ich war
begeistert. Gleichzeitig erhöhte das den Druck auf mich: nun musst Du endlich darüber
bloggen, Artikel schreiben, einen Bericht für die Schulwebseite erstellen. Am Mittwoch
sahen wir uns das erste Mal nach den Ferien in der Schule. Alle stellten ihre Ergebnisse vor,
die Puzzleteile der einzelnen Aufgaben fügten sich zu einem wunderbaren Gesamtbild
zusammen.
In den nächsten Tagen dachte ich über die erbrachten Leistungen nach. Schaute mir die
Dateien immer wieder an. Sprach mit mehreren Schüler:innen über diesen Prozess.
Realisierte, wie viel Zeit sie investiert hatten, und sah diese richtig guten Ergebnisse.
Dann plötzlich – es war Dienstagnachmittag – fiel der Druck von mir ab. Ich konnte förmlich
spüren, wie eine Last von meinen Schultern fiel. Einerseits waren viele Aufgaben auf eine
sehr gute Weise umgesetzt worden. Jedoch – was mir viel wichtiger war: die Schüler:innen
hatten sich Future Skills angeeignet. Das, was sie sich vorgenommen hatten, war Wirklichkeit
geworden.
Diesem neuen leichten Gefühl musste ich mit einer Handlung verknüpfen: ich backte einen
Carrot Cake – in doppelter Menge, damit es für den Informatik-Kurs und auch für einige
Kollegen noch reichte.
Mit dieser Leichtigkeit, gelang es dann endlich, ein paar Artikel zu schreiben.
Wenn ihr mehr wissen möchtet über die Future Skills der SuS, dann lest hier nach

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